Für Unternehmen


Auslandsexpansion


 

AUSLANDSEXPANSION

DARAUF SOLLTEN SIE ACHTEN

Wir begleiten seit vielen Jahren Unternehmen bei Ihrer Internationalisierung. Sehr oft beraten wir auch Mandate, die bereits im Ausland tätig sind und nun durch eine Betriebsprüfung mit unvorhergesehenen steuerlichen Hindernissen konfrontiert werden.

Nachfolgende Themenbereiche sind ein Auszug unserer täglichen Beratungspraxis und versteckte Brennpunkte bei der Expansion ins Ausland.

  • Ungewollte Vertreterbetriebstätte im Ausland
  • Ungewollte Bau- oder Montagebetriebstätte im Ausland
  • Ungewollte Dienstleistungsbetriebstätte
  • Verrechnungspreise
  • Dokumentationspflichten
  • Abweichender Ort der Geschäftsleitung
  • Ungewollter steuerlicher Wegzug
  • Substanzlose Gesellschaften
  • Produktionsverlagerung
 
 
 

1) (Un)gewollte Vertreterbetriebsstätte im Ausland

Gerne wird zur Erschließung neuer Märkte ein langjähriger, vertrauter Mitarbeiter mit dem Vertrieb im Ausland betraut. Verfügt dieser über Vollmachten, die das “Heimat”-Unternehmen rechtlich binden, entsteht im Ausland eine Vertreterbetriebstätte, die dem ausländischen Staat ein Besteuerungsrecht zuweist.

 
 

2) (Un)gewollte Bau-oder Montagebetriebstätte

Gerne sehen die Finanzverwaltungen bei Baustellen oder Montagen mit einer Dauer von ca. 6 oder 12 Monaten im Ausland genauer hin. Auch wenn der Auftrag operativ abgeschlossen wurde, sind Abnahmeprotokolle oder Stichtage der Registrierung / Abmeldung Anhaltspunkte für eine taggenaue Fristenberechnung. Oft hängt hier die Begründung einer ungewollten Betriebstätte im Ausland nur von wenigen Tagen ab.

 
 

3) (Un)gewollte Dienstleistungsbetriebstätte

Die Spezialregelungen zur sog. Dienstleistungsbetriebstätte finden sich in den Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und China, sowie  zwischen Deutschland und der Türkei. Bei dieser Besonderheit kann es zur Begründung einer Betriebstätte im Ausland kommen, sofern Dienstleistungen im Ausland erbracht werden, ohne das es einer sog. “festen Geschäftseinrichtung” (z.B. Büro) bedarf.

 
 

4) Verrechnungspreise

Der Gestaltung von Verrechnungspreisen kommt eine entscheidende Bedeutung bei verbundenen Unternehmen zu. Bei nur der geringsten Anpassung/Abweichung kommt es zu signifikanten Veränderungen in der Betriebseinnahmen-, bzw. Betriebsausgabenstruktur der Unternehmen und führt nicht selten bei Betriebsprüfungen zu erheblichen Nachzahlungen. Zusätzlich läßt sich meist KEIN korrespondierender Ausgleich im Ausland herstellen und es kommt zu einer echten Doppelbelastung des Unternehmens. Verrechnungspreise sollten im Vorfeld mit den Finanzverwaltungen abgestimmt werden.

 
 

5) Dokumentationspflichten

Bei Leistungsbeziehungen zwischen verbundenen Unternehmen hat der Unternehmer entsprechende Dokumentationspflichten zu erfüllen, Verrechnungspreismethoden sind zu definieren, zu begründen. Außerdem sind Leistungsbeziehungen innerhalb der Gruppe offenzulegen und darzustellen. Der interne wie externe Fremdvergleichspreis ist zu ermitteln, usw. Die Dokumentationspflichten sind nicht zu unterschätzen und stellen einen erheblichen administrativen Aufwand dar und sollten von Begin an erstellt und gepflegt werden. Im Falle einer Betriebsprüfung sind diese relativ kurzfristig vorzulegen.

 
 

6) Ort der Geschäftsleitung / Place of Management

Gerne ist der Deutsche Geschäftsführer auch einziges Vertretungsorgan der ausländischen Tochtergesellschaft. Führt dieser nun die Geschäfte der ausländischen Gesellschaft auch von Deutschland aus, verlagert sich der Ort der Geschäftsleitung ins Inland. Folge ist die unbeschränkten Steuerpflicht der ausländischen Gesellschaft mit dem Welteinkommen in Deutschland.

 
 

7) (Un)gewollter Wegzug

Oft nimmt der Gesellschafter-Geschäftsführer die Auslandsexpansion selbst in die Hand und baut die ausländische Niederlassung persönlich auf.  Bei Anteilen an einer Kapitalgesellschaft und dem Wegzug in einen Nicht EU Staat, führt dies zur fiktiven Veräußerung der Anteile an der Kapitalgesellschaft und zur Besteuerung eines fiktiven Veräußerungsgewinns in Deutschland.

 
 

8) Substanzlose Gesellschaften

Nur durch die Gründung einer Auslandsgesellschaft lassen sich noch keine Steuern sparen. Es Bedarf vielmehr eines eingerichteten Geschäftsbetriebes mit Büro und Personal, welches für die Teilnahme am wirtschaftlichen Verkehr ohnehin unerlässlich ist und auch im Ausland am Markt auftritt. Fingierte Strukturen (Briefkastengesellschafen) oder Treuhandkonstruktionen sind steuerlicher Sicht nicht anerkannt und führen zur Besteuerung der Gewinne und Erträge im Wohnsitzstaat.

 
 

9) Produktionsverlagerung

Unternehmerisch muß oft abgewägt werden, ob Deutschland noch als Produktionsstandort aufrecht erhalten werden kann. Wird die Entscheidung einer Verlagerung von Produktionsstandorten beschlossen, sollte aber auch die steuerliche Implikation dieser Entscheidung bedacht werden. Durch Änderungen im Aussensteuergesetz werden solche Verlagerungen im Rahmen der Funktionsverlagerungsverordnung bewertet und ein sog. Transferpaket mit dem Wert der verlagert Funktion (hier Produktion) ermittelt. Dieser Wert dient als Besteuerungsgrundlage für eine “Schlußbesteuerung” aufgrund der Verlagerung. Nicht selten sind die liquiden Mittel zu Bestreitung der daraus resultierenden Steuerschuld nicht vorhanden.

 
 

Das international Steuerrecht bringt viele unvorhergesehene Überraschung mit sich.  Befassen Sie sich deshalb frühzeitig auch mit den steuerlichen Konsequenzen einer Auslandsexpansion, um ungewollte Überraschungen, meist mit der Folge einer faktischen Doppelbesteuerung, zu vermeiden.

Wir beraten Sie gerne.

 
 
Ralf Löbker

Ihr Ansprechpartner

Herr Ralf Löbker 

Steuerberater , LL.M. (International Tax Law)    

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DELTAKAP International Tax Consulting  Steuerberatungsgesellschaft mbH
Unterhaching bei München 
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